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Working Poor

Working Poor (arbeitende Arme) bzw. Erwerbsarmut bezeichnet das Phänomen von Menschen, die trotz Erwerbstätigkeit nicht vor Armut abgesichert sind. In politischen oder bevölkerungsstatistischen Zusammenhängen wird der Begriff auch als Sammelbezeichnung für diese Gruppe von Menschen verwendet. Der Begriff "Working poor" ist aber in der Literatur nicht einheitlich definiert.Vielfach verwendete Definitionen, die insbesondere in der Schweiz üblich sind, lauten:Dabei beziehen sich die Begriffe arm und Armutsgrenze im Allgemeinen auf relative Armut und entsprechend die relative Armutsgrenze. Bisweilen werden auch zu den Working Poor diejenigen bezeichnet, die erwerbstätig sind aber in einem Haushalt mit einem Einkommen unter dem Existenzminimum leben.In diesen Definitionen sind Working Poor klar von Beziehern von Tief- oder Niedriglöhnen zu unterscheiden, bei denen das individuelle Erwerbseinkommen unter einer bestimmten Grenze liegt.Die verwendeten Definitionen von Working Poor können von Staat zu Staat verschieden sein.Bei der oben angewandten Definition von Vollzeit-Working Poor ist anzumerken, dass diese in der Schweiz übliche Definition angepasst ist auf das Modell einer quasi-Vollzeitarbeit (im Sinne von mindestens 90% einer 40-Stunden-Wochenarbeitszeit) innerhalb eines Haushalts mit einem einer Versorgerehe entsprechenden Arbeitsvolumen. Bei diesem Modell entspricht also in Paarhaushalten das Arbeitsvolumen insgesamt dem eines (quasi-)Vollzeitbeschäftigten. Diese Definition legt ein Modell des Erwerbsverhaltens zugrunde, das nicht auf alle Staaten anwendbar ist. So mag beispielsweise in Staaten, in denen eine Vollzeitbeschäftigung beider Partner üblich ist, Working Poor anders definiert werden.In den Vereinigten Staaten werden Individuen als Working Poor bezeichnet, die mindestens 27 Wochen erwerbstätig oder erwerbssuchend sind, deren Einkünfte aber unter die offizielle Armutsgrenze fallen.Internationale Vergleichsstudien zu Working Poor basieren im Allgemeinen auf eigenen, standardisierten Definitionen.Einer wissenschaftlichen Studie zufolge wächst um die Jahrtausendwende in allen Ländern das Segment des Arbeitsmarktes, das die Working Poor darstellen; dabei fehlen jedoch internationale Vergleichsdaten. Der Arbeit kommt trotz geringer Bezahlung eine integrative Funktion zu, d.h. es ist oft für den Betroffenen besser Working Poor zu sein als arm und arbeitslos.
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